Leistungen

Lungenfunktion

 

 

Lungenfunktion, Bodyplethysmographie

Messung der Lungenvolumina, der Atemströmung und der Widerstände, um zu klären, ob die Atmung erschwert ist. Zur Asthmadiagnostik und zur Verlaufskontrolle aller obstruktiven Atemwegserkrankungen.

Blutgase

Messung des Sauerstoffdrucks im Blut. Sie gibt Auskunft über die Funktionsfähigkeit des Gasaustausches und ist wichtig bei der Frage, ob eine Sauerstofftherapie notwendig ist.

Diffusion

Messung des Gasaustausches. Niedrige Werte treten auf bei Lungenentzündungen, Lungengerüsterkrankungen, Lungenemphysem.

Inhalative Provokation

Bei der inhalativen Provokation wird die Asthmabereitschaft gemessen. Häufig stimmt der Untersuchungs-Zeitpunkt in der Praxis nicht mit dem Höhepunkt der Beschwerden überein. Dennoch können mit diesem Verfahren die Diagnose Asthma und der Grad der Erkrankung bestimmt werden, auch wenn zum Untersuchungszeitpunkt keine Beschwerden oder Lungenfunktionsveränderungen bestehen.

Sauerstoffsättigung

Eine vereinfachte Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut ist durch die Bestimmung der Sauerstoffsättigung möglich. Dabei wird der Anteil von roten Blutkörperchen gemessen, der mit Sauerstoff beladen ist. Im Optimalfall beträgt der Anteil 100 Prozent, tatsächlich liegt der Wert mit 95-98 Prozent im Normbereich. Niedrigere Werte, z. B. unter 90 Prozent, gehen schon mit der Gefahr einer Sauerstoffunterversorgung einher. Die Messung erfolgt unblutig durch eine Durchlichtmessung an der Fingerspitze.

FENO

Bestimmung des ausgeatmeten Stickstoffmonoxid. (FENO) Dieser Wert spiegelt die Intensität der asthmatischen Entzündung wider. Bei dieser Methode handelt es sich um eine Untersuchung, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezahlt wird. Wir müssen deshalb 20€ für unsere Kosten in Rechnung stellen. 

Individuelle Gesundheitsleistungen - FENO Bestimmung

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind medizinische Leistungen, die nicht (oder noch nicht) im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind. In der ambulanten Versorgung dürfen nur Leistungen erbracht werden, die der gemeinsame Bundesausschuss Ärzte/Krankenkassen (gBA) genehmigt hat.

Wir bieten in unserer Praxis nur eine einzige IGeL an: die Bestimmung des exhalierbaren Stickstoffmonoxids in der Ausatemluft (FENO) an. Die FENO Bestimmung dient der Abschätzung der asthmatischen Entzündung im Rahmen der Diagnose und Behandlungsführung von Patienten mit Asthma bronchiale. Für diese Leistung ist das Zulassungsverfahren beim gBA seit Jahren anhängig. Für eine endgültige Zulassung fehlen aber angeblich noch Studien. 

Wir empfehlen trotzdem ausgewählten Patienten diese Untersuchung, die von allen pneumologischen Akut und Rehakliniken angeboten wird. Auch die neueste Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin sieht die FENO Bestimmung positiv: 

Bei Asthma bronchiale ist die Fraktion des exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO) ein noninvasiver Biomarker der Atemwegsinflammation. Hohe FeNO-Werte in der Ausatmungsluft wurden bei Patienten mit Asthma-Symptomen in Korrelation mit einer Typ 2-Atemwegsentzündung gefunden [156-158]. Diese Information kann therapeutisch genutzt werden, denn Patienten mit Typ 2-dominierter Inflammation sind in der Regel Steroid-responsiv [100,159]. Im Umkehrschluss sprechen erhöhte FeNO-Werte unter Therapie mit inhalativen Glucocorticoiden trotz klinischer Stabilität gegen eine Reduktion der ICS-Dosis. 
Die Bestimmung des FeNO kann bei Erwachsenen und bei Kindern hilfreich sein bei der Sicherung der Asthma-Diagnose, insbesondere, wenn die Messung beim Patienten ohne regelmäßige ICS-Therapie.und im obstruktionsfreien Intervall durchgeführt wird [160]. Bei allergischem Asthma wurden höhere FeNO-Werte als bei nicht allergischem Asthma gefunden [161]. Niedrige FeNO-Werte allein erlauben dagegen nicht den differentialdiagnostischen Ausschluss von Asthma bronchiale [162]. 
Die FeNO-Messung im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter ist technisch schnell und einfach durchzuführen und reproduzierbar [156]. Die empfohlenen unteren Grenzwerte der American Thoracic Society (ATS) sind für FeNO < 25 ppb (< 20 ppb bei Kindern) [156]. 
Die FeNO-Messung hat eine Rolle nicht nur in der Diagnostik, sondern auch im Langzeit-Management [163-165]: 
1. Bei Kindern und Jugendlichen erwies sich das regelmäßig kontrollierte FeNO als aussagekräftiger Parameter, um nach geplantem ICS-Absetzen einen Asthma-Rückfall noch vor dem Auftreten klinischer Symptome vorherzusagen [166,167]. 
2. FeNO kann zur Beurteilung der Therapieadhärenz mit herangezogen werden: erhöhte FeNO-Werte während einer inhalativen Glucocorticosteroidtherapie können auf schlechte Therapieadhärenz zurück zu führen sein (Tabelle 3) [168]. 
3. Bei schwangeren Asthma-Patientinnen sind FeNO-Messungen sinnvoll, da auf der Basis dieser Messergebnisse die Asthma-Kontrolle bei gleichzeitiger Reduktion der Dosis der inhalativen Glucocorticosteroide ggf. verbessert werden kann [169]. 

Literatur: Siehe R. Buhl et al: S2k Leitlinie, zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma

Wir empfehlen deshalb Patienten mit Asthma, wenn bei einer Probeuntersuchung ein erhöhter Wert gemessen wurde, diese Untersuchung, auch wenn wir dafür Geld im Rahmen von Kostenerstattung verlangen.

 

Schnelltest Habe ich womöglich Asthma?